Wie lässt sich Erinnerungskultur so denken, dass sich daraus konkretes Handeln im Jetzt ergibt? Wenn wir in Zeiten der erstarkenden demokratiefeindlichen Entwicklungen nur einmal im Jahr um ein
Denkmal des Wiederaufbaus zusammen stehen und im Anschluss wieder in unseren Wohnzimmern verstummen, ist niemand auf den Straßen, um zu verhindern, dass sich die Gräueltaten des
Nationalsozialismus in anderer Form wiederholen. Die Wahrzeichen für Solidarität und Gemeinschaft liegen nicht in ehemals zerstörten Gebäuden. Drehen wir es um: Es muss darum gehen, jeden Tag und
zwar jetzt für ein gemeinsames, multiperspektivisches WIR Haltung zu zeigen. Erst dann kann sichtbar werden, was uns verbindet.
Plakatkampagne im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden

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