Graphic Recording - Grafisches Dokumentieren

Grafisches Dokumentieren - Was bedeutet das?

Im Grunde ist Grafisches Dokumentieren eine Art zeichnerische Mitschrift von Gesagtem oder Gezeigtem. Meistens begleite ich Kongresse oder Tagungen, bei denen eine Vielzahl von Menschen und Ideen zusammen kommen. Ich bin als Kulturwissenschaftlerin oft auf spannenden Tagungen oder Konferenzen, die mich wirklich weiterbringen und inspirieren. Aber häufig ist die Dichte der Informationen so hoch, dass die Inhalte im Nachhinein verschwimmen und trotz eifrigen Mitschreibens nicht mehr gänzlich greifbar sind. Oft bleibt auch der Verlauf eines Gesprächs nicht mehr ganz präsent oder einzelne Inhalte lassen sich nicht mehr in den ursprünglichen Kontext einbetten. Hier kommt das Grafische Dokumentieren ins Spiel: In der Zeichnung werden nicht nur wichtige Inhalte schriftlich festgehalten, sondern auch mit bildlichen Elementen verknüpft und in einen visuellen Gesamtzusammenhang gebracht. 

 

Wie funktioniert das?

In einem ersten Schritt bespreche ich mit meinen Kund:innen um welche Art von Veranstaltung es sich handelt und welche Funktion das Graphic Recording im Einzelnen erfüllen soll. Hier unterscheide ich zwischen drei verschiedenen Formen des Graphic Recording: Klassisch, als Schlaglichter oder eher als grafische Elemente gedacht:

Klassisch

Das klassische Graphic Recording funktioniert hauptsächlich durch die Verbindung von Schrift und Bild.
Hier lassen sich am Besten ganze Gesprächsverläufe abbilden, Zitate einbinden und Namen positionieren.
Auf Wunsch können auch Miniaturporträts der Sprechenden erstellt, sowie Querverbindungen der Inhalte aufgezeigt werden. 
Die grafische Gestaltung funktioniert häufig über kleinere Elemente und Icons, die stilistisch in ein Gesamtkonzept eingebunden sind. 

Schlaglichter

Schlaglichter kondensieren bedeutet konkret: Ich schaue und höre eine Zeit lang zu, filtere inhaltliche Schwerpunktthemen aus dem Gesagten heraus und gieße die dann in verdichtete Zeichnungen. 
Der Vorteil ist hier, dass in sich geschlossenere Zeichnungen entstehen, die auch Publikationen gut funktionieren und nicht so kleinteilig sind. Der Nachteil ist, dass sie genau deshalb nicht so detailliert sind und für Menschen die nicht dabei waren oft eher schwer zugänglich sind.

Elemente

Die dritte Kategorie funktioniert gut als Grundlage, wenn eine Publikation geplant wird. Hier biete ich an, die Schrift einzeln zu liefern, so dass auch im Nachgang noch mit eigener Typo gearbeitet werden kann. Grundsätzlich gibt es wenige Schriftelemente und ein auf das Design der Veranstaltung abgestimmtes Farbspektrum. Als alleinige Dokumentation eignet sich das Format nicht, weil es dafür zu abstrakt ist. Als begleitendes Element kann diese Version aber Kernelemente einer Veranstaltung herausstellen. 

Wie geht es dann weiter?

Ich entwerfe ein Titelblatt für das Event, in dem ich die Gestaltung der Visualisierung vorschlage. Gern übernehme ich hier auf Wunsch Farben, Schrifttypen und Gestaltungselemente eines etwaigen Corporate Designs meiner Kund:innen, damit das Ergebnis sich gut in die Öffentlichkeitsarbeit einbetten lässt. 

Während des Events das ich digital oder auch physisch begleiten kann, sind auf Wunsch kurze Pausen für Zwischenfeedbacks nutzbar. 

Im Anschluss stelle ich die Zeichnungen nach Abnahme durch die Kund:innen in dem gewünschten Bildformat zur Verfügung, sowie als Zeitraffervideos, die sich auch in den Social Media Plattformen gut einbinden lassen.